Grundlagen

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"Nur noch spritzen, wenn notwendig", ist die Maxime im Integrierten-PflanzenschutzSystem-Modell Zuckerrübe. IPS ermöglicht eine verantwor-tungsbewußte Handhabung von Fungiziden und höchste Wirtschaftlichkeit durch Sicherung von Ertrag und Qualität mit dem gerade notwendigen Aufwand an Produktionsmittel. Das IPS-Modell Zuckerrübe wurde über viele Jahre von Nord- bis Südeuropa erforscht und hat allen Prüfungen standgehalten. Cerco-watch ist die Umsetzung des IPS-Modells für Österreich.

Ablauf von Cerco-watch:

Über die Rübenanbaugebiete verteilt werden in Praxisschlägen Spritzfenster angelegt, wobei die wöchentlichen Bestandesbonituren Auskunft über den aktuellen Stand der Epidemie geben. Die Warnmeldungen werden spezifisch nach Region erstellt und an die Rübenanbauern durch Veröffentlichungen in der Fachpresse, per Internet und per Fax verbreitet. Rund 30 Experten werden nach einer zweitägigen Unterweisung durch Dr. Peter Wolf, einem der wichtigsten deutschen Rübenexperten, die Bestandesüberwachung repräsentativ für die österreichischen Rübenanbaugebiete durchführen. Der einzelne Landwirt kann mit eigenen Beobachtungen zuwarten, bis die Experten das erste Krankheitsauftreten feststellen, d.h. bis auf der Karte im Internet die Standorte mit "gelb" für Befall unter der Bekämpfungsschwelle oder "rot" für Befall über der Bekämpfungsschwelle erscheinen.

Der Rübenbauer prüft, ob eine Behandlung sinnvoll ist:

Wer nur spritzen will, wenn es notwendig ist, muß selbst seine Bestände kontrollieren. Die Voraussetzung ist jedoch, daß man die Krankheiten erkennt. Ohne korrekte Diagnose kann kein Arzt, auch nicht der "Pflanzenarzt" eine vernünftige Therapie einleiten. Die Diagnose ist manchmal nicht einfach, da zum einen ein bereits sehr geringer Befall erkannt werden muß und zum anderen die Symptome von Cercospora leicht mit den täuschend ähnlichen bakterielle Blattflecken (Pseudomonas syringae) verwechselt werden können. Um den Befall auf Überschreitung der Bekämpfungsschwelle zu prüfen, wird die Rupfmethode angewendet. Die erhobenen Befallswerte werden mit der Grafik Schwellenwerte verglichen und die entsprechenden Pflanzenschutzempfehlungen umgesetzt.

Integrierter Pflanzenschutz ist modern und umweltfreundlich!